Der erste Urlaub nach einem schweren Verlust ist etwas ganz Herausforderndes. Oft fehlt die Vorfreude, weil nichts so ist, wie es einmal war. Trauernde stellen sich meist viele Fragen: „Kann ich überhaupt verreisen? Schaffe ich das emotional, wenn ein Platz neben mir frei bleibt? Will ich überhaupt verreisen?“
In der Regel erleben wir zwei verschiedene Urlaubs-Szenarien.
Manche sehnen sich nach einem Ort, an dem niemand ihre Geschichte kennt – einen Tapetenwechsel. Das Rauschen des Meeres oder die Stille der Berge können helfen, den Gedanken des Verlustes für einen Moment Ruhe zu schenken und neue Kraft zu tanken. Nicht, um die Trauer zu vergessen – sondern um wieder ein wenig durchzuatmen.
Andere zieht es bewusst an Orte, die sie mit dem Verstorbenen verbinden. Dorthin, wo gemeinsam gelacht, geträumt und das Leben gefeiert wurde. Diese Reisen sind ganz bewusst gewählt und sind auf dem Weg der Trauerbewältigung ein großer Schritt. Manchmal besucht man diese Erinnerungsorte sofort und manchmal Jahre später.
Jede und Jeder darf hier seinen Weg finden.
Und egal wie er aussieht, genießt eure Auszeit!

